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DIESE FEHLER SOLLTEN BEIM BEWERBUNGSGESPRÄCH VERMIEDEN WERDEN

Das Vorstellungsgespräch ist ein entscheidender Schritt im Bewerbungsprozess. Hier haben Kandidatinnen und Kandidaten die Möglichkeit, ihre fachliche Eignung, Persönlichkeit und Motivation überzeugend zu vermitteln.

Gleichzeitig können kleine Fehler einen negativen Eindruck hinterlassen – vor allem dann, wenn sie durch eine gute Vorbereitung leicht vermeidbar wären.

Wir zeigen, welche typischen Fehler Bewerber im Vorstellungsgespräch vermeiden sollten und worauf es stattdessen ankommt.

Sich nicht ausreichend über das Unternehmen informieren

Eine gute Vorbereitung beginnt mit dem Unternehmen selbst.

Bewerber sollten wissen, womit sich das Unternehmen beschäftigt, welche Produkte oder Dienstleistungen angeboten werden und welche Werte oder Ziele erkennbar sind.

Auch ein Blick auf aktuelle Entwicklungen, die Branche und mögliche Wettbewerber kann sinnvoll sein.

Im Vorstellungsgespräch zeigt eine gute Unternehmenskenntnis vor allem eines: echtes Interesse.

Dabei geht es nicht darum, Unternehmensinformationen auswendig zu lernen. Viel wichtiger ist es, zu verstehen, warum die ausgeschriebene Position und das Unternehmen zur eigenen beruflichen Entwicklung passen.

Die Stellenbeschreibung nicht genau lesen

Die Stellenanzeige liefert wichtige Hinweise darauf, welche Erfahrungen, Fähigkeiten und Kompetenzen für die Position besonders relevant sind.

Vor dem Bewerbungsgespräch sollten Kandidatinnen und Kandidaten deshalb genau prüfen:

  • Welche fachlichen Kenntnisse werden erwartet?
  • Welche Aufgaben stehen im Mittelpunkt?
  • Welche Erfahrungen bringe ich bereits mit?
  • Wo gibt es Schnittstellen zu meinen bisherigen Positionen?
  • Welche konkreten Beispiele kann ich im Gespräch nennen?

Wer die eigenen Erfahrungen mit den Anforderungen der Position verbinden kann, kann wesentlich überzeugender erklären, warum er oder sie für die Stelle geeignet ist.

Sich im Bewerbungsgespräch verstellen

Natürlich möchten Bewerber im Vorstellungsgespräch einen möglichst guten Eindruck hinterlassen.

Trotzdem sollte die eigene Persönlichkeit nicht hinter einer einstudierten Rolle verschwinden.

Unternehmen möchten nicht nur beurteilen, ob die fachlichen Qualifikationen stimmen. Ebenso wichtig ist die Frage, ob Kandidat, Team und Unternehmenskultur zueinander passen.

Authentizität ist deshalb entscheidend.

Heute wird in diesem Zusammenhang häufig vom Cultural Fit beziehungsweise Culture Fit gesprochen. Gemeint ist die Frage, wie gut Werte, Arbeitsweise und Erwartungen von Kandidat und Unternehmen miteinander harmonieren.

Dabei sollte jedoch nicht das Ziel sein, möglichst ähnlich zu sein. Entscheidend ist vielmehr, ob eine gute Zusammenarbeit und ein gemeinsames Verständnis grundlegender Werte möglich sind.

Die eigene Wirkung nicht reflektieren

Eine gute Selbsteinschätzung hilft enorm dabei, im Vorstellungsgespräch souverän aufzutreten.

Kandidatinnen und Kandidaten sollten sich deshalb vorab überlegen:

Wie würden ehemalige Kolleginnen und Kollegen mich beschreiben? Was schätzen andere an meiner Arbeitsweise? Wo liegen meine Stärken – und in welchen Bereichen möchte ich mich weiterentwickeln?

Solche Fragen können auch im Bewerbungsgespräch selbst gestellt werden.

Statt allgemeiner Antworten wie „Ich bin teamfähig und zuverlässig“ wirken konkrete Beispiele wesentlich glaubwürdiger.

Wer erklären kann, wie sich eine bestimmte Stärke im Arbeitsalltag gezeigt hat oder was aus einer schwierigen Situation gelernt wurde, vermittelt Selbstreflexion und Persönlichkeit.

Schlecht über den bisherigen Arbeitgeber sprechen

Auch wenn ein beruflicher Wechsel durch Konflikte oder Unzufriedenheit ausgelöst wurde, sollte ein Vorstellungsgespräch nicht zur Abrechnung mit dem bisherigen Arbeitgeber werden.

Auf Fragen wie „Warum möchten Sie wechseln?“ oder „Warum haben Sie sich bei uns beworben?“ empfiehlt es sich, den Blick nach vorn zu richten.

Statt ausführlich zu erklären, was im bisherigen Unternehmen schlecht läuft, können Kandidaten beispielsweise über folgende Punkte sprechen:

  • neue berufliche Herausforderungen,
  • Weiterentwicklungsmöglichkeiten,
  • mehr Verantwortung,
  • eine fachlich interessante Position,
  • veränderte persönliche Ziele oder
  • die Attraktivität des neuen Unternehmens.

Falls es im bisherigen Arbeitsverhältnis tatsächlich Schwierigkeiten gab, können diese sachlich und knapp angesprochen werden.

Entscheidend ist, professionell zu bleiben und nicht persönlich über ehemalige Führungskräfte oder Kolleginnen und Kollegen zu urteilen.

Gute Vorbereitung schafft Sicherheit

Ein erfolgreiches Bewerbungsgespräch hängt nicht davon ab, auf jede Frage die vermeintlich perfekte Antwort zu kennen.

Viel wichtiger sind eine gründliche Vorbereitung, eine realistische Selbsteinschätzung und die Fähigkeit, die eigene Motivation und Erfahrung authentisch zu vermitteln.

Wer das Unternehmen kennt, die Stellenbeschreibung verstanden hat und konkrete Beispiele aus dem eigenen Berufsleben nennen kann, schafft eine gute Grundlage für ein überzeugendes Gespräch.

Auch HYDE Executives unterstützt Kandidatinnen und Kandidaten bei der Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche und gibt ihnen Informationen zur Position, zum Unternehmen und zum Ablauf des Auswahlprozesses mit auf den Weg.

So können Bewerber gut vorbereitet, authentisch und selbstbewusst in das Gespräch starten.

Quellen:
Business Insider – typische Fehler im Vorstellungsgespräch
Business Insider – häufige Fehler im Bewerbungsgespräch
StepStone – Fehler im Vorstellungsgespräch