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IN JEDER KRISE STECKT AUCH EINE CHANCE – ARBEITSKRÄFTEMANGEL UND GESTIEGENE ZUWANDERUNG

Wie kann Zuwanderung dazu beitragen, dem Fachkräftemangel in Deutschland zu begegnen? Welche Herausforderungen entstehen bei der Integration internationaler Arbeitskräfte – und welche Möglichkeiten ergeben sich daraus für Unternehmen?

Der deutsche Arbeitsmarkt hat sich in den vergangenen Jahrzehnten deutlich verändert. Während in den 1990er- und 2000er-Jahren noch wesentlich mehr Menschen arbeitssuchend waren, standen Unternehmen Anfang der 2020er-Jahre zunehmend vor dem gegenteiligen Problem: Es gab offene Stellen, aber vielerorts nicht genügend geeignete Arbeitskräfte.

Im ersten Quartal 2022 wurden in Deutschland rund 1,7 Millionen offene Stellen verzeichnet. Gleichzeitig führte die demografische Entwicklung dazu, dass dem Arbeitsmarkt langfristig weniger Erwerbstätige zur Verfügung stehen.

Internationale Fachkräfte als Teil der Lösung

Zuwanderung kann einen wichtigen Beitrag dazu leisten, Engpässe auf dem Arbeitsmarkt zu reduzieren.

Bereits 2020 arbeiteten beispielsweise mehr als 12.000 Menschen aus Nicht-EU-Staaten in der Altenpflege und mehr als 26.000 in der Gesundheits- und Krankenpflege.

Gerade in Branchen mit einem hohen Bedarf an qualifizierten Fachkräften eröffnet die internationale Personalgewinnung Unternehmen zusätzliche Möglichkeiten, geeignete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu finden.

Im Zusammenhang mit der Fluchtbewegung aus der Ukraine zeigte sich 2022 ebenfalls großes Potenzial für den deutschen Arbeitsmarkt. Viele der geflüchteten Frauen verfügten laut damaligen Erhebungen über Qualifikationen in akademischen, technischen und medizinischen Berufen – also genau in Bereichen, in denen in Deutschland Fachkräfte gesucht wurden.

Welche Herausforderungen bestehen bei der Integration?

Die erfolgreiche Integration internationaler Fachkräfte hängt jedoch nicht allein von vorhandenen Qualifikationen ab.

Zu den zentralen Herausforderungen gehören unter anderem:

  • die Anerkennung ausländischer Berufs- und Bildungsabschlüsse,
  • ausreichende Sprachkenntnisse,
  • der Zugang zu Sprach- und Integrationsangeboten,
  • unterschiedliche Arbeits- und Unternehmenskulturen sowie
  • eine gute soziale und fachliche Integration im Unternehmen.

Für Arbeitgeber bedeutet internationale Personalgewinnung deshalb mehr, als lediglich eine offene Position zu besetzen.

Was Unternehmen zur Integration internationaler Mitarbeitender beitragen können

Unternehmen können selbst entscheidend dazu beitragen, dass internationale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erfolgreich im neuen Arbeitsumfeld ankommen.

Neben Sprachkursen können beispielsweise strukturierte Onboarding-Prozesse, persönliche Ansprechpartner, Mentoring oder Teambuilding-Maßnahmen die Integration erleichtern.

Gerade bei internationalen Mitarbeitenden sollte Onboarding deshalb nicht ausschließlich die fachliche Einarbeitung umfassen. Auch Unternehmenskultur, Kommunikation, soziale Integration und Orientierung im neuen Arbeitsumfeld spielen eine wichtige Rolle.

Ein durchdachtes Onboarding kann dazu beitragen, Unsicherheiten abzubauen und neue Mitarbeitende langfristig an das Unternehmen zu binden.

Internationale Personalgewinnung als Chance im Fachkräftemangel

Für Unternehmen lohnt es sich, bei der Suche nach Fach- und Führungskräften auch internationale Kandidatenmärkte einzubeziehen.

Entscheidend ist dabei, die Anforderungen der Position, die Qualifikationen der Kandidaten und die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Integration frühzeitig miteinander abzugleichen.

Auch HYDE Executives berücksichtigt bei der Suche nach geeigneten Fachkräften, Spezialisten und Führungskräften internationale Kandidatinnen und Kandidaten und begleitet Mandanten bei Fragestellungen rund um deren erfolgreiche Integration.

Als Headhunting- und Personalberatung möchten wir Unternehmen dabei unterstützen, neue Kandidatenmärkte zu erschließen und nachhaltige Lösungen für ihre Personalgewinnung zu entwickeln.

Denn der Fachkräftemangel verlangt nicht nur neue Recruitingwege – sondern auch die Bereitschaft, vorhandene Potenziale neu zu betrachten.

Quellen:
Süddeutsche Zeitung
Arbeit und Arbeitsrecht
Tagesschau